Die erste eigene Wohnung

Die ersten eigenen vier Wände sind etwas ganz Besonderes. Egal ob Du in eine WG ziehst, mit Deinem Freund bzw. Deiner Freundin zusammenleben willst oder eine Wohnung ganz für Dich alleine suchst – alles wird neu und aufregend sein. 

Ein Auszug bei den Eltern bringt neben einer neuen Freiheit aber auch Verpflichtungen mit sich. Wer alleine wohnt, sollte Verantwortung übernehmen und seinen Alltag selbst organisieren können. Mit dem Auszug beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Die Erfahrungen, die Du jetzt machst, egal ob gut oder schlecht, sind wichtig und ein weiterer Schritt in Richtung Erwachsenwerden. Hier haben wir für dich einige Tipps für die erste eigene Wohnung  zusammengestellt.

Was ist eine Wohnungsgenossenschaft?

Was ist eine Wohnungsgenossenschaft?

Die Idee der Genossenschaft ist schon circa 150 Jahre alt und wurde 2016 sogar zum Weltkulturerbe erklärt.  Als Begründer der Genossenschaftsbewegung gelten Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch Mitte des 19. Jahrhunderts. Damals hatten viele Arbeiter nicht genügend Geld, um sich Grundstücke zu kaufen und eigene Häuser zu bauen. Deshalb schlossen sich die Menschen in Wohnungsgenossenschaften zusammen, sparten gemeinsam, brachten Anteile ein und bauten die Häuser zusammen. Anschließend konnten sie in die neu geschaffenen Wohnungen einziehen – zu Mietpreisen, die sie sich leisten konnten. So wuchs kontinuierlich der Wohnungsbestand für die Mitglieder und alle hatten ihr Ziel gemeinsam erreicht.

Nach der Zerstörung vieler Städte 1945 herrschte große Wohnungsnot. In der Dresdner Johannstadt stand fast kein Stein mehr auf dem anderen. Damals erlebten die Wohnungsgenossenschaften eine neue Gründungswelle. Die WGJohannstadt zum Beispiel wurde am 30. Juli 1957 gegründet.

Heute ist eine Wohnungsgenossenschaft ein modernes Dienstleistungsunternehmen, das seinen Mitgliedern ein breites Service-Angebot bietet. Allein in Deutschland gibt es mehr als 2000 Wohnungsgenossenschaften, die insgesamt über zwei Millionen Wohnungen verwalten.
Auch heute zahlen die Menschen, die in einer Genossenschaftswohnung leben möchten, Anteile ein. Diese bilden das Stammkapital der Genossenschaft, mit dem z. B. Wohnungen saniert werden. Die Genossenschaft gehört quasi ihren Mitgliedern, und zwar immer mit dem Anteil der Einlagenhöhe. Dafür bekommen die Mitglieder einen Dauernutzungsvertrag bzw. lebenslanges Wohnrecht. Außerdem hat jedes Mitglied das Recht auf Mitbestimmung, z. B. um sich für gemeinschaftliche Interessen einzusetzen oder bei der Wahl der Mitglieder-Vertreter und des Aufsichtsrates. Aber Pflichten gibt es auch: Die Mieter müssen sich an die Satzung der Genossenschaft halten.

Die Wohnungsgenossenschaft ist eine der sozialsten und dennoch wirtschaftlich sehr erfolgreichen Unternehmensformen.

Eine Wohnung bei der WGJ

Eine Wohnung bei der WGJ

Die Wohnungsgenossenschaft Johannstadt zählt zu den großen Wohnungsunternehmen der Stadt Dresden. Unter dem Motto „Meine Stadt. Mein Viertel. Meine WGJ.“ verwaltet sie über 7.600 Wohnungen in den Dresdner Stadtteilen Johannstadt, Striesen, Blasewitz, Innere Neustadt, Pirnaische Vorstadt/ Terrassenufer und in Strehlen.
In unserem Stadtteilguide findest Du alles Wissenswerte zu den verschiedenen Stadtteilen.

Ansprechpartner

Wenn Du Dich genauer informieren willst, kannst Du gern einen Termin mit einem unserer A-Z Betreuer vereinbaren, denn die kümmern sich um unsere Mieter und solche, die es werden wollen.

Kosten

Wer bei uns Mitglied werden möchte, erwirbt zehn sogenannte Pflichtanteile in Höhe von je 150 Euro. Dann folgen in Abhängigkeit von der Wohnungsgröße weitere Pflichtanteile, z. B. sind für eine Wohnfläche zwischen 45 und 62 qm sieben weitere Pflichtanteile zu übernehmen. Dafür bist Du dann auch Miteigentümer. Im Übrigen gibt es bei uns keine Kosten für Kaution oder Provision. Und solltest Du einmal nicht mehr Mitglied sein wollen, bekommst Du Deine eingezahlten Anteile natürlich zurück.

 

Welche Versicherungen brauche ich wirklich?

Welche Versicherungen brauche ich wirklich?

Wer in eine eigene Wohnung zieht, sollte mindestens diese zwei Versicherungen haben, um im Fall der Fälle auf der sicheren Seite zu sein.

Haftpflichtversicherung

Wer noch zu Hause wohnt, ist bei seinen Eltern mitversichert. Das bleibt auch so, wenn Du ausziehst und noch die Schule besuchst oder eine Ausbildung absolvierst. Sobald Du aber Dein eigenes Geld verdienst, musst Du Dich selbst versichern.
Eine Privathaftplicht schützt Dich vor Sach-, Personen- und Vermögensschäden und kostet ungefähr zwischen 70 und 120 Euro im Jahr. Wenn Du zum Beispiel bei der Party eines Freundes aus Versehen ein Getränk über seinen Laptop verschüttest, trägt Deine Versicherung die dafür entstehenden Schadenskosten.

Hausratversicherung

Eine Hausratversicherung wird immer für einen Haushalt abgeschlossen, muss also beim Umzug in die eigene Wohnung neu abgeschlossen werden. Damit sicherst Du Dich vor den Kosten ab, die durch Beschädigungen an allen Gegenständen in der Wohnung (dem Hausrat) entstehen können. Die Versicherung zahlt dann die Kosten für Reparatur oder Neuanschaffung. Dazu zählen z. B. entstehende Schäden durch Einbruch, Diebstahl oder Brand.

Umzugscheckliste

Woran muss ich denken?